+++ INLINESKATERHOCKEY AUSTRIA +++

Der Meister bleibt nach hartem Kampf auf Kurs

ISHA, Bundesliga, Skaterhockey, Vienna 95ers vs Red Dragons AltenbergAm vergangenen Wochenende ging die höchste österreichische Spielklasse im Inline-Skaterhockey in die zweite Runde. Die Vienna 95ers und die Dark Vipers Salzburg verließen den Platz siegreich, doch sollten vor allem die Wiener um ihre Punkte zittern müssen.

Vienna 95ers vs Red Dragons Altenberg

Im 20. Wiener Bezirk forderten die Hausherren die Roten Drachen aus Niederösterreich heraus. Die Altenberger wollten sich für die deutliche 1:11 Heimniederlage im ersten Saisonspiel rehabilitieren. Das Ziel des Titelverteidigers, der Vienna 95ers, war es hingegen die Tabellenführung zu sichern.

Es entwickelte sich vom Eröffnungsbully weg ein rasantes Spiel mit zahlreichen Torchancen. Die Gäste hatten in den ersten 20 Minuten die besseren Einschussmöglichkeiten. Der Schlussmann auf Wiener Seite, Rene Posch, stellte sich aber den Angriffen der Altenberger entgegen und schaffte es für lange Zeit sein Gehäuse sauber zu halten. Auch sein Gegenüber, Torfrau Nicole Arnberger, zeigte eine hervorragende Leistung. Als alle schon an die Drittelpause dachten, durchbrach Florian Fuchs den Torbann und schenkte den Red Dragons die 0:1-Führung.

Kurz nach Seitenwechsel schlug Fuchs erneut zu und konnte die Führung der Niederösterreicher ausbauen. Der Titelverteidiger war nun gefordert und zeigte die erwartete Reaktion. Herbert Frisch erzielte den wichtigen Anschlusstreffer für die Gastgeber. Zur Hälfte der Spielzeit kamen die Wiener durch Mario Kubeczka auch zum Ausgleich. Die Red Dragons ließen sich davon nicht beeindrucken. Drachen-Kapitän Laurin Rauter brachte die Gastmannschaft mit einem Doppelschlag erneut mit zwei Toren in Front. Wien ließ sich aber nicht beirren und stellte sieben Sekunden vor Drittelsende auf 3:4.

ISHA, Bundesliga, Skaterhockey, Vienna 95ers vs Red Dragons AltenbergIm Schlussabschnitt begann nun die stärkste Phase der 95ers. Mit Herbert Frisch und Matthias Pierron brachten zwei Ex-Dragons die Wiener zum ersten Mal im heutigen Spiel in Führung. Den zwischenzeitlichen Ausgleich der Altenberger durch Felix Dellinger konterten die Vienna 95ers erneut mit einem Doppelschlag.

Im Skaterhockey gibt es aber keine sicheren Führungen und so kämpften sich die Red Dragons erneut in die Begegnung zurück. In der 57. Minute verkürzte Patrick Kern auf 6:7. 55 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit folgte dann der nächste Streich, als Alexander Quendler den Ausgleichstreffer einnetzte und die Overtime erzwang.

In der fünf-minütigen Verlängerung war den beiden Mannschaften nun etwas mehr Vorsicht in ihren Offensivbemühungen anzusehen. Bezeichnend für dieses hochspektakuläre Spiel war auch der Siegestreffer nach knapp drei gespielten Minuten. Ein wahrer Kunstschuss von Mario Kubeczka, welcher den Ball aus der Luft ins Kreuzeck versenkte, sicherte den Vienna 95ers den Zusatzpunkt gegen stark kämpfende Dragons. Kubeczka holte sich damit auch den zehnten Scorerpunkt im zweiten Spiel, gleichbedeutend mit der zwischenzeitlichen Führung in der Topscorerwertung

IHC Irish Moose Linz vs Dark Vipers Salzburg

Einen Tag zuvor kam es in Linz zum Saisonauftakt des Gastgebers, den Irish Moose. Gegner des amtierenden Vizemeisters waren die Dark Vipers aus Salzburg. Es sollte aber kein erfolgreicher Start in die Saison werden. Die Giftschlangen übernahmen von Anfang an das Zepter und gelangten durch Tore von Thomas Schartner und Matthias Gottschling zu einer schnellen 3:0-Führung. Im zweiten Spielabschnitt erhöhten die Salzburger die Führung und stellten auf 5:11 aus Sicht der Hausherren. Linz versuchte sich wieder zurück zu kämpfen, doch sollte es trotz der sechs gesammelten Punkten von Gerd Kragl (3 Tore/3 Assists) nicht mehr als zu einem 8:13 reichen. Auf Seiten der Salzburger überzeugten vor allem Thomas Schartner und Franz Reindl mit je einem Hattrick und einem Assist.

Fortgesetzt wird die Bundesliga-Saison bereits dieses Wochenende, wenn am Samstag die Linzer gegen die Stegersbach Tigers versuchen werden, ihren ersten Sieg einzufahren. Auf die Gewinnerstraße finden wollen auch die Red Dragons Altenberg. Nach der deutlichen Leistungssteigerung gegen die 95ers wird Altenberg auswärts bei den Dark Vipers auf Punktejagd gehen wollen. Eine englische Woche wird es für die Linzer und Stergersbacher geben, denn die beiden Kontrahenten werden auch am Sonntag im Einsatz sein.

Ergebnisse Bundesliga – 2. Spieltag:
23.04.2016, IHC Irish Moose Linz – Dark Vipers Salzburg 8:13 (2:4; 3:7; 3:2)
24.04.2016, Vienna 95ers – Red Dragons Altenberg 8:7 n.V. (0:1; 3:3; 4:3; 1:0)

 

Nationalteamcoach Jürgen Amann: "Will natürlich immer gewinnen"

Jürgan Amann, ISHA-NationalcoachMit dem Start der Bundesliga-Saison begann vergangenes Wochenende auch die Arbeit vom neuen Head Coach der österreichischen Nationalmannschaft im Inline-Skaterhockey. Jürgen Amann leitet ab dieser Saison hinter der Bande die Geschicke der rot-weiß-roten Auswahl.

Amann soll nach dem enttäuschenden letzten Platz bei der letzten EM in Deutschland frischen Wind ins Nationalteam bringen. Am ersten Spielwochenende der neuen Saison fand er sich in Österreich ein, um sich erste Eindrücke vom vorhandenen Spielerpotential zu verschaffen und war mit seinen ersten Beobachtungen zufrieden. „Ich bin doch überrascht, dass das Niveau relativ gut ist. Es werden auf alle Fälle spielerische Lösungen gesucht“, beschreibt der mehrfache bayerische Meister seine ersten Erkenntnisse.

Gleichzeitig sieht er auch wesentliche Unterschiede zwischen dem Inline-Skaterhockey in seiner niederbayrischen Heimat und Österreich: „Es ist ein komplett anderes Spiel als zum Beispiel in der ersten Liga in Deutschland, allein schon von den Bodenverhältnissen. Aber es macht auf alle Fälle Spaß zuzuschauen.“

Hinarbeiten wird der neue Nationaltrainer vor allem auf das Saisonhighlight im Herbst, wenn die ISHA-Auswahl bei der Europameisterschaft antreten wird. Drei Trainingslehrgänge, jedes über ein komplettes Wochenende, und möglichst viele Testspiele sollen eine optimale Vorbereitung garantieren. Bei der EM selbst, welche vom 21. bis 23. Oktober im kroatischen Opatija ausgetragen wird, will die Mannschaft ihre Haut so teuer wie möglich verkaufen.

„Man will natürlich immer gewinnen. Gleichzeitig muss man realistisch sein. Wir waren die letzten zwei Mal Letzter“, dämpft der erfahrene Bandenchef die Erwartungen. Nicht ohne Grund, denn er weiß was es heißt sich durch Höhen und Tiefen zu kämpfen. Nach dem gewonnen Meistertitel in der zweiten Liga schied sein Team in der höchsten deutschen Spielklasse in der Saison 2014 erst nach hartem Kampf gegen den großen Favoriten Samurai Iserlohn aus. Finanzielle Probleme, wodurch man die Hallenanforderungen des Verbandes nicht mehr erfüllen konnte, führten jedoch zum Zwangsabstieg in die 2. Bundesliga.

Amann bekam daraufhin die Möglichkeit sich als österreichischer Nationaltrainer auf internationaler Ebene zu beweisen und wollte sich diese Chance nicht entgehen lassen. „Ich denke es ist wichtig, dass man jetzt einen Schritt nach vorne macht“, erklärt der Teamchef sein Ziel für die Europameisterschaft in Istrien. Doch bei aller Bescheidenheit ist beim Inline-Skaterhockey-Fachmann auch träumen nicht verboten: „Schön wäre auf alle Fälle das Halbfinale.“

 

NLINESKATERHOCKEY Landesmeisterschaft Salzburg 2015


Am Sonntag, 04.Oktober fand der letzte Herren-Bewerb in Salzburg dieser Saison statt,

wo sich vier Teams einer Hin-u.Rückrunde stellten. Das bedeutet jeweils 6 Spiele, zum verschnaufen keine Zeit.

In durchaus spannenden Games holte sich das Bundesligateam der Vipers zum dritten Mal in Folge ungeschlagen den Landesmeistertitel.

Die Silbermedaille ging an die Eighties, die heuer in der 2.Bundesliga bis ins Finale kamen.
Bronze geht an den Landesligisten Asphaltkröten, knapp (1Punkt) vor der zweiten Mannschaft der Vipers, die ebenso in der Sbg. Landesliga spielen. Erfreulich war hier, dass die Vipers im zweiten Team 3 Nachwuchsspieler der U16 einsetzten.

 

 


 

 

U16 Austrian Cup in Stegersbach

 

 

Nach den Herren und der U13 bestritten nun auch die U16-Mannschaften den Austrian Cup. Am 18.10. trafen sich die Dark Vipers, Red Dragons, Pingvineks und Tigers in Stegersbach um sich das Europacup-Ticket auszuspielen.

Den Zuschauern wurden durchwegs spannende Partien geboten. Während die Gäste aus Ungarn mit einer sehr jungen Mannschaft noch nicht ganz mit den österreichischen Teams mithalten konnten, spielten Salzburg, Altenberg und Stegersbach alle auf Augenhöhe.

Eröffnet wurde der Turniertag vom Spiel Dark Vipers gegen Tigers. Die Stegersbacher konnten nach sieben Minuten in Führung gehen, aber kurz vor Ende der ersten Halbzeit stellten die Salzburger auf 1:1. In der zweiten Hälfte schenkten sich beide Teams nichts und glänzten vor allem durch ein diszipliniertes Defensivspiel. Vierzig Sekunden vor Schluss gelang schlussendlich den Dark Vipers im Powerplay das 2:1 durch Simon Pointinger, der zum zweiten Mal in diesem Spiel traf. Damit holte er seiner Mannschaft den ersten Sieg im ersten Spiel.

Gleich nachdem die Red Dragons die Mannschaft aus Ungarn deutlich geschlagen hatten, trafen sie auf die Heimmannschaft Tigers Stegersbach. In einer sehr ausgeglichenen Partie bewahrte der Tormann der Altenberger seine Mannschaft durch Glanzparaden vor mehreren Gegentoren. Dadurch konnten die Red Dragons die erste Hälfte mit 3:0 für sich entscheiden. Die Tigers starteten aber voller Motivation und Biss in die zweite Hälfte und verkürzten in der 19. Minute auf 3:1. Trotz vieler Versuche gelang ihnen aber kein weiteres Tor und schlussendlich schossen die Altenberger noch zehn Sekunden vor Schluss das 4:1.

Im vierten Spiel des Tages setzten sich die Dark Vipers gegen die ungarische Mannschaft klar durch und somit standen nur noch die Red Dragons zwischen Salzburg und dem Cupsieg. Dementsprechend spannungsgeladen war die Begegnung der beiden Mannschaften.

Den Dark Vipers gelang der bessere Start in die Partie und sie gingen 2:0 nach der ersten Hälfte in Führung. Die Red Dragons machten zwar gewaltig Druck und schossen unablässig auf das Tor der Salzburger, aber sie konnten Tormann Resl Stefan nicht bezwingen. Stattdessen gelang den Dark Vipers das 3:0. Davon ließen sich die Altenberger aber nicht demotivieren und in nur zwei Minuten glichen sie auf 3:3 aus. Die Salzburger hatten aber gleich eine Antwort parat und erhöhten wieder auf 5:3. Auch wenn den Red Dragons noch das 5:4 gelang, schafften sie das Unentschieden, das ihnen zum Cupsieg gereicht hätte, nicht mehr. Damit hieß der Cupsieger 2015 wieder einmal Dark Vipers, wie auch in der U13 und bei den Herren.

In der letzten Begegnung des Tages war den Tigers noch ein Sieg vor heimischem Publikum gegen die Pingvineks vergönnt.

 


 

Vienna 95ers sind österreichischer Staatsmeister!


Nachdem die ersten beiden Finalspiele zwischen den Vienna 95ers und den Irish Moose Linz jeweils an das Heimteam gingen, kam es am 20. September 2015 zum finalen Showdown in der Hopsagasse.



Sowohl die 95ers als auch die Irish Moose konnten in den beiden ersten knappen und spannenden Spielen einen Sieg einfahren. Somit kam es am Sonntag zum alles entscheidenden Showdown beider Teams um den Sieg der ersten Bundesliga und den damit verbundenen Staatsmeistertitel. Vor 2 Jahren gab es die gleiche Finalpaarung, damals konnten sich die Linzer in einem an Spannung kaum zu überbietenden Entscheidungsspiel vor Heimpublikum durchsetzen. Diesmal hatten die Wiener aufgrund der besseren Platzierung nach dem Grunddurchgang das Heimrecht und somit konnte man vor den eigenen Fans erneut um den langersehnten Titel kämpfen.

 

Die Vienna 95ers starteten voll motiviert in das Anfangsdrittel und wollten von Beginn an mit deren Offensive den Ton der Partie angeben. Und so gelang nach wenigen Minuten auch der wichtige Führungstreffer durch Mario Kubeczka. Die routinierten Linzer waren davon wenig beeindruckt und egalisierten eine Minute danach den Spielstand durch ihren Kapitän Fabian Ecker. Etwa fünf Minuten vor Drittelpause kam nun die stärkste Phase der Wiener: binnen kürzester Zeit konnte man insgesamt vier Treffer erzielen und erspielte sich zur ersten Drittelpause eine komfortable 6:1 Führung.

 

Die Linzer mussten nun alles versuchen um sich in das Spiel zurückzuarbeiten. Die spielerische Klasse der Linzer ist seit Jahren bekannt und deshalb war es nicht verwunderlich, dass sie mit Minute zu Minute besser ins Spiel fanden und ihre Arbeit durch Tore belohnten. Die ersten Minuten im zweiten Spielabschnitt gehörte ganz klar den Irish Moose: drei unbeantwortete Treffer waren die Folge und man war wieder voll im Spiel. Ein Time-Out der 95ers sollte wieder den Schwung der Gäste unterbinden und wieder Ruhe ins eigene Spiel bringen. Der Plan ging perfekt auf. Durch die Undiszipliniertheit der Linzer und den daraus folgenden Power-Play-Chancen schafften es die Vienna 95ers den Vorsprung wieder auszubauen. Spielstand nach 40 gespielten Minuten: 10:4 für Wien!

 

Sechs Tore Vorsprung, 20 Minuten noch zu spielen – die Fans der Vienna 95ers waren guter Laune und sehnten sich dem Schlusspfiff. Die 95ers versuchten weiterhin ihr Spiel nicht zu verändern und den Linzer Schlussmann Lorenz Hirn mit Schüssen einzudecken. Zehn Sekunden nach Wiederanpfiff der nächste Treffer der Wiener, kurz darauf das nächste Tor. Nun wurde auf Seiten der Vienna 95ers die Defensive verstärkt um den letzten Anstrum der Linzer abzuwehren. Die Linzer schafften im letzten Drittel nun einige Treffer nacheinander zu erzielen. Gegen Ende des Schlussdrittels gelang den 95ers jedoch wieder ein „Break“ und man kam fast im Minutentakt zu weiteren Treffern. Letzten Endes schafften die Vienna 95ers 18:9 Sieg nach perfektem Spielverlauf und einer fast perfekten Chancenauswertung.

 

Damit sind die Vienna 95ers nach 1999 und 2003 erneut österreichischer Staatsmeister. Ein toller Abschluss für den gesamten Verein, feuerte man heuer doch das 20-jährige Jubiläum.

 

 


 

 
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